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Insights | 02.11.2011

Kreativitt braucht Vielfalt

CROMATICS beim Netzwerktreffen der Kultur- und Kreativwirtschaft  

Sachsen eine Entwicklungsland?! Leider wahr, wenn man sich den Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft genauer ansieht. Zwar trifft das nicht in voller Hrte fr die urbanen Zentren zu, dennoch gibt es auch in Dresden viel zu tun. Mit welchen Ideen man Sachsens Kreativitt und Wirtschaft auf einen gemeinsamen Weg bringen kann, wurde beim Netzwerktreffen auf Initiative der Landtagsfraktion Bndnis 90 die Grnen diskutiert.

Monokultur in jeglicher Hinsicht ist der Todfeind von Kreativitt. Mut, Querdenken und Diversitt hingegen sind nach Referentin Claudia Muntschik von Nten,
um die Kreativwirtschaft v.a. im Bereich der Stadtentwicklung weiter voran zu treiben. Stdtebauliche Vielfalt kann Dresden bieten und so sind vielleicht nicht Abriss- sondern alternative Zwischennutzungskonzepte in der Stadtplanung die besser Variante. Wie gut das funktionieren kann, zeigt das Portal ZwischenZeitZentrale in Bremen. Kreative erhalten Raum fr ihr Schaffen und die Stadt selbst schafft Raum fr Kreativitt. Dass genau Dresden ein solches Instrumentarium fehlt und hier Handlungsbedarf besteht, ist nur ein Ergebnis des Netzwerktreffens.



Auch der aktive Austausch zwischen der Stadt Dresden und der hiesigen Kultur- und Kreativszene ist stark verbesserungswrdig. Von beiden Seiten sollen zuknftig Stellen und Ansprechpartner geschaffen werden. Whrend die Stadt Dresden dahingegen noch debattiert, handelten die Kreativen bereits. Am 06.12.2011 um 18:00 Uhr erffnet und grndet sich im friedrichstadtZentral der Verein Kreatives Dresden e.V. mit der Architektin Claudia Muntschik als Ansprechpartnerin.

Schaut man sich die Kreativwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen an, betrgt nach Aussagen des Grnen Abgeordneten Dr. Karl-Heinz Gerstenberg,  ihr Anteil 2,6 % am Bruttoinlandsprodukt. Somit liegt die Kreativwirtschaft noch vor der chemischen Industrie bzw. folgt sogar unmittelbar der Automobilindustrie! Damit also Sachsen nicht lnger ein Entwicklungsland bleibt, heit es Potentiale zu erkennen, Querdenken zuzulassen und Synergien zwischen der Stadt und der kreativen Szene zu schaffen. Und vor allem: Nicht nur reden, machen!

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